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JDF unter der Lupe
Für den Anwender unbemerkt, arbeitet die JDF-Datei mit der Weiterleitung von Informationen zwischen den verschiedenen Teilnehmern des Auftragsablaufs. Vereinfacht ausgedrückt, handelt es sich bei der Datei um einen digitalen Auftragsordner, der den herkömmlichen, traditionellen Auftragsordner ersetzen kann.
Die Dateiinformationen innerhalb der JDF-Datei können in zwei grundlegende Kategorien unterteilt werden, in Product intent (Produktinformationen wie Produkttyp, Seitenanzahl, Format, Papierqualität) und Process intent (Informationen über die Ausgestaltung des Produktionsprozesses). Beide Kategorien können in ein- und derselben JDF-Datei vorhanden sein.
JDF-Kontrollpunkte
Jeder Produktionsabschnitt entspricht einem Kontrollpunkt (node) in der JDF-Datei. Zusammengefasst bilden diese Kontrollpunkte einen auf den Kopf stehenden Baum, der die gewünschte Drucksache mit den dazugehörenden Produktionsablauf darstellt. Je weiter man sich in die Verästelung des Baumes begibt, desto detaillierter werden die beschriebenen Produktionsabläufe. Während der oberste Kontrollpunkt die gesamte Drucksache beschreibt, verdeutlichen darunter liegende Kontrollpunkte Prozessdetails wie Druckeinstellungen für die verschiedenen Produktteile oder erforderliche Nachbearbeitungen. Bitte beachten Sie, dass die Kontrollpunkte sowohl Produkte als auch Prozesse beschreiben.
Abbildung des JDF-Baums.
Die Abbildung zeigt einen JDF-Baum, wo ein Kasten einem Kontrollpunkt entspricht. Je weiter man nach unten vordringt, umso detaillierter werden die Prozesse und Abläufe.
Das Endresultat eines Kontrollpunktes liefert dabei im Normalfall die eingehenden Daten des nächsten Kontrollpunktes. Nach dem Durchlauf eines Kontrollpunktes wird das Resultat in der JDF-Datei gespeichert. Dadurch ist es möglich, einzelne Abschnitte im Nachhinein einzusehen, beispielsweise um festzustellen, wer der Produktionsverantwortliche war oder welche Produktionsanlage im jeweiligen Produktionsabschnitt eingesetzt wurde. Bei den Kontrollpunkten handelt es sich somit um Instruktionen, wie in einer gegebenen Situation gehandelt werden sollte bzw. welche Maßnahmen ergriffen werden sollten.
Jeder Kontrollpunkt besteht andererseits aus einer Vielzahl von Elementen, welche ihrerseits unterschiedliche Attribute besitzen, um die Elemente zu definieren. Diese Elemente können darüber hinaus weitere, untergeordnete Elemente beinhalten.
Nachfolgend einige Beispiele von in den Kontrollpunkten vorkommenden Elementen:
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NodeInfo
Das Element NodeInfo enthält Informationen über die zeitliche Planung, beispielsweise Termine und der berechnete Zeitbedarf. Das Element kann auch administrative Daten enthalten, z.B. welche Ausrüstung benutzt werden soll. Darüber hinaus enthält das Element Angaben über den Verlauf der Statusmitteilungen, d.h. wohin die JMF-Mitteilungen und die JDF-Dateien nach dem fertigen Ablauf geschickt werden sollen. Die Informationen dieses Knotenpunktes kommen hauptsächlich vom Leitsystem.
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AuditPool
In diesem Element werden Verlaufsinformationen gespeichert, d.h. Informationen über die benötigte Zeit, Anwendung von Ressourcen sowie einzelne Vorkommnisse. Beispielsweise kann die Information abgelegt werden, dass anstelle der geplanten 400 Stück 130g Papier 430 Stück 120g Papier verwendet wurden, da vom 130g Papier 30 Stück nicht verwendbar waren und das übrige 130g Papier verbraucht war. Des weiteren werden z.B. Informationen über Probleme bei der Papierzuführung gespeichert. Dieses Element fungiert somit als eine Art Logbuch, das seine Informationen mit fortschreitender Arbeit bekommt und ablegt.
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CustomerInfo
Dieses Element beinhaltet detaillierte Kundeninformationen, Angaben über deren Ansprechpartner sowie vorhandene Lieferadressen.
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ResourcePool
Ressourcen sind Materialien oder Parameter, die von einem Kontrollpunkt erstellt wurden bzw. benötigt werden. Unter Ressourcen werden somit sowohl Papier und Farbe/Tinte als auch PDF oder Maschinenparameter verstanden. Ein Kontrollpunkt kann seine Arbeit erst aufnehmen, wenn alla erforderlichen Ressourcen zur Verfügung stehen.
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ResourceLinkPool
Um zu vermeiden, dass Ressourcen, die mehrmals Verwendung finden, jedes Mal neu definiert werden müssen, werden sogenannte Links eingesetzt, welche die erforderlichen Informationen einholen. Diese Links fungieren somit als Datenbeschaffer innerhalb eines Kontrollpunktes oder eines untergeordneten Kontrollpunktes (subnode). Damit ergibt sich die Möglichkeit, dass beispielsweise zwei untergeordnete Kontrollpunkte dieselbe Ressource verwenden können ohne diese dafür neu definieren zu müssen.
Dies ist nur ein kurzer Einblick in das Thema JDF och dessen Struktur. Für weitere Informationen wird der Besuch der Website CIP4.org empfohlen.